BULLETIN – MERKBLATT FÜR REZENSENTEN

Liebe Autoren,

wir wünschen uns von Ihnen Besprechungen mit Biß und Pfiff, die dem Profil unserer Zeitschrift entsprechen, ihren Inhalt bereichern und innerhalb des Spektrums der Rezensionen eines Titels in der Fachliteratur durch Information und Urteil, Standpunkt und Bewertung unverwechselbar sind. Rezensionen im Bulletin sollten informativ und kritisch, hochgradig analytisch und ausdrücklich beurteilend sein.

Informativ: Ihre Besprechung sollte über den Autor, seine wichtigsten Publikationen und Forschungen infor­mieren, das Buch selbst in die Arbeiten des Autors, vor allem aber in die Forschung und in die Publikationen zum Gegenstand einreihen. Sie sollte den besonderen Forschungsansatz des Buches, dessen Aufbau und relevante Ergebnisse vorstellen und ggfs. auch über Resonanzen informieren. Außerdem sollten natürlich Quellengrundlage bzw- mangel, Literaturbasis oder Ignoranz. Des Verfasser nicht außer Betracht bleiben.

Kritisch heißt hier nicht Verriß, sondern kritische Prüfung mit Sachkenntnis und Urteilsvermögen, geprüft seien Erkenntnisanspruch wie Forschungsergebnis, Quellenerschließung und Quellenbezug, das Verhältnis von Behauptung und Beweis.

Analytisch: Alle Informationen sollten hochgradig analytisch aufbereitet sein. Analysiert werden sollten vor allem die Konzeption des Autors und die Konsistenz seines Gedankenganges, das Verhältnis aufgenom­mener zu eigenen Erkenntnissen, eigener zu befehdeten Positionen, schließlich seine methodische Verfah­rensweise in Argumentation und Beweisführung. Analysiert werden sollte weiterhin die Stellung des Werkes in der Geschichte der Forschung zum Gegenstand und in den Kontroversen, gegenüber den Leistungen und Desiderata.

Bewertend: Rezensionen im Bulletin sollten die Subjektivität des Rezensenten exponieren, indem er offen und ausdrücklich bewertet. Wir halten es nicht für wünschenswert, daß der Rezensent sich um eine Bewertung drückt. Doch sollte die Beurteilungsmaßstäbe nach Möglichkeit ebenfalls benannt werden.

Liebe Autoren, bitte richten Sie Ihre Vorschläge an die Redaktion, sie wird die Titel bei den Verla­gen bestellen und ihnen übersenden. Bücher, die ein Autor sich ohne vorherige Zustimmung der Redaktion direkt beim Verlag bestellt, sind wir nicht verpflichtet zu rezensieren. Wir bitten Sie, Ihre Anregungen und Vorschläge der Redaktion so frühzeitig wie nur möglich, am besten noch vor dem Erscheinen der Bücher, mitzuteilen. Bulletin bespricht in der Regel keine Bücher, deren Erscheinungsjahr länger als zwei Jahre zurückliegt. Ihre Rezension sollte 9.000 Zeichen, eine Annotation 2.000 Zeichen nicht überschreiten.

Der Kopf von Rezensionen/Annotationen muß folgende Angaben enthalten:

Vornamen und Namen des Autors/der Autoren

Vollständiger Titel, ggfs. Vornamen und Namen des bzw. der Herausgeber,

Verlag, Ort, Jahr, Seitenzahl und Preis.

Fußnoten in Rezensionen werden im Text hochgestellt, im Fußnotentext jedoch nicht. Sie werden direkt unter die Seite gesetzt und beginnen auf jeder Seite neu mit 1. (Keine Endnoten!)

Als Halbjahresschrift kann das Bulletin nur einen Ausschnitt der wissenschaftlichen Veröffentlichungen aus unseren Gegenstandsbereichen vorstellen. Deshalb bevorzugt die Redaktion Bücher, die

1. grundlegende oder Standardwerke zu einem Thema sind oder werden können,

2. wichtige neue empirische bzw. theoretische Forschungsergebnisse publizieren.

3. Gegenstand ernsthaften wissenschaftlichen Meinungsstreites sind.

Die Redaktion bevorzugt es, verschiedene Bücher zum selben Gegenstand in Sammelrezensionen zu vergleichend sowie Serien oder Nachschlagewerke vorzustellen. Bücher der Autoren des Bulletins bzw. der Mitglieder der Berliner Gesellschaft für Faschismus- und Weltkriegsforschung sind der Redaktion sehr willkommen.

Verlag und Redaktion

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